
Angst vor Ebola: Kanada schickt Einreisende aus drei afrikanischen Ländern in Selbstisolation

Die kanadischen Behörden haben neue Maßnahmen als Reaktion auf die zunehmende Zahl von Ebola-Fällen in Zentralafrika angekündigt. Nach Angaben der Regierung in Ottawa sollen Personen, die aus besonders betroffenen Ländern einreisen, nach ihrer Ankunft überwacht werden und sich für 21 Tage in Selbstisolation begeben. Bei möglichen Symptomen sind sofortige medizinische Untersuchungen vorgesehen. Darüber hinaus wird die Bearbeitung von Einwanderungsanträgen aus der Demokratischen Republik Kongo, Uganda und dem Südsudan für 90 Tage ausgesetzt. Die Frist kann je nach Entwicklung der epidemiologischen Lage geändert werden.

Diese Maßnahmen werden "aus Gründen erhöhter Vorsicht" eingeführt und sollen bis zum 29. August gelten. Somit will Kanada eine mögliche Ausbreitung der lebensgefährlichen Krankheit auf seinem Territorium verhindern. Momentan stuft Ottawa das Ebola-Ansteckungsrisiko für Einwohner zwar als niedrig ein. Die Sicherheitsvorkehrungen seien aber unter anderem im Vorfeld der Fußball-WM 2026 notwendig, heißt es. Die Regierung beobachte die Situation weiter und werde die Maßnahmen bei Bedarf anpassen.
Der aktuelle Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo gilt als einer der schwersten der vergangenen Jahre und breitet sich laut internationalen Gesundheitsorganisationen schneller aus als bislang angenommen. Medienberichten zufolge wurden bereits mehr als 900 Verdachtsfälle registriert, mehr als 200 Menschen sind an der Krankheit gestorben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft die Lage in den betroffenen Ländern als Gesundheitsnotfall ein.
In Russland geht die zuständige Gesundheitsbehörde Rospotrebnadzor davon aus, dass derzeit keine Gefahr einer Ebola-Ausbreitung im Land besteht. Die epidemiologische Situation sei unter Kontrolle und bislang seien keine importierten Infektionsfälle registriert worden, heißt es. Die sanitären Kontrollmaßnahmen an den Grenzübergängen wurden jedoch verschärft.
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