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Mit gezückten Waffen: Polizei stoppt Transporter vor Rheinmetall-Werk in Berlin

Die Polizei hat offenbar eine Protestaktion von Friedensaktivisten vor dem Rheinmetall-Werk in Berlin verhindert, die mit einem Miettransporter vor das Gelände gefahren waren. Die Polizei stoppte den Transporter und zwang die Insassen mit gezückter Waffe zum Aussteigen.
Mit gezückten Waffen: Polizei stoppt Transporter vor Rheinmetall-Werk in Berlin© X-Account Jonas Gehring

Polizisten haben am Freitagmorgen einen Transporter vor dem Rheinmetall-Werk im Berliner Ortsteil Wedding gestoppt und die beiden Insassen mit gezogenen Waffen zum Aussteigen mit erhobenen Händen gezwungen.

Ein in sozialen Medien veröffentlichtes Video zeigt, wie sich die dramatische Szene ereignet hat. Darin ist zu sehen, wie ein Sixt-Miettransporter vor dem Rheinmetall-Gebäude an der Scheringstraße steht.

Mit gezückter Schusswaffe geht ein Polizeibeamter auf das Fahrzeug zu und öffnet die Beifahrertür. Daraufhin steigen die beiden Verdächtigen aus und legen ihre Hände an die Wand des Transporters, während der Polizist weiter seine Waffe auf sie richtet. Ein zweiter Beamter geht auf den Filmenden zu und fordert ihn dazu auf, sich auch an den Transporter zu stellen, woraufhin das Video endet.

Die Berliner Polizei will den Vorfall nun prüfen. Das Video ist ihr bekannt. "Es handelt sich um eine kurze Videosequenz", sagt ein Polizeisprecher auf BILD-Anfrage. Bisher sei nicht bekannt, was dort im Vorfeld passiert sei. Dies werde jetzt geklärt, so der Sprecher weiter.

Wie die Berliner Morgenpost berichtet, machte die Polizei zunächst keine Angaben zu den Gründen, warum die Beamten ihre Waffen zückten.

Bei den Festgenommenen soll es sich um Mitglieder der Gruppe "Peacefully Against Genocide" handeln, die gegen Waffenlieferungen an Israel protestieren. In sozialen Medien hat die Gruppe zu zivilem Widerstand gegen Rheinmetall aufgerufen. "Vom 8. bis 15. Juli werden wir im Wedding zusammenkommen und diese Fabrik mit unserem Mut und unserer Entschlossenheit lahmlegen", heißt es in dem Aufruf. 

Bereits in den vergangenen Monaten kam es zu Protesten gegen das Rheinmetall-Werk in Berlin. So hatten sich Mitte Mai ein Dutzend Personen Zutritt zum Firmengelände verschafft und sich dort zum Teil festgeklebt. Im März waren Aktivisten auf das Dach des Werkes gelangt.

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