
Stefan Wijkamp: Hitler-Doppelgänger wegen Volksverhetzung angeklagt

Der Hitler-Doppelgänger Stefan Wijkamp wurde laut einem Bericht wegen Volksverhetzung angeklagt. Dies berichtet Bild am Sonntag auf ihrer Homepage.
Der inzwischen 57 oder 58 Jahre alte Niederländer, der in den letzten Jahren wiederholt nach Deutschland gereist ist, um an rechtsextremen Kundgebungen teilzunehmen, sieht unter anderem durch den entsprechend gestalteten Stummel-Schnurrbart und Scheitel Adolf Hitler recht ähnlich und behauptet von sich, ein Bewunderer des verstorbenen Nazi-Führers zu sein.

Erstmals in Erscheinung getreten ist Wijkamp im Jahr 2017. Berichten zufolge trat er sogar der inzwischen aufgelösten Neonazi-Partei "Die Rechte" bei und war dort eine Zeit lang im Vorstand tätig.
Recherchen in der niederländischen Presse zeigen, dass Wijkamp auch in seiner Heimat bereits mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten ist. Zu seinen Vergehen soll unter anderem das Zeigen des Hitlergrußes in der Öffentlichkeit gehören. Im Jahr 2012 wurde er allerdings in Groningen freigesprochen, weil das Gericht ihm damals glaubte, dass es sich bei seinem Auftritt nur um einen Jux gehandelt habe.
Bild zitiert Matthias Bieling, den stellvertretenden Leiter des Amtsgerichts Münster, der bestätigte, dass die erste Verhandlung in dem Fall für kommenden Freitag, den 24. Juli, angesetzt ist. Der Zeitung zufolge nahmen die deutschen Behörden Anstoß an einem Interview, das Wijkamp im vergangenen Sommer einem YouTuber während einer rechtsextremen Demonstration in Münster gegeben hatte. Darin verkündete er unter anderem, dass seine "Liebe zu Deutschland Adolf Hitler heißt", den der Niederländer als "einzigartiges Weltwunder" und "Genie" bezeichnete.
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