Wirtschaft

Krisen- und Insolvenzticker – Sanktionen, Energiewende: 40.000 Jobs in deutschen Konzernen gefährdet

Die deutsche Wirtschaft kriselt. Unter dem Druck dramatisch steigender Energiekosten und anderer ungünstiger Rahmenbedingungen sind seit 2022 tausende Unternehmen insolvent gegangen. Wir fassen in diesem Ticker die wichtigsten Entwicklungen und Neuigkeiten zusammen.
Krisen- und Insolvenzticker – Sanktionen, Energiewende: 40.000 Jobs in deutschen Konzernen gefährdetQuelle: www.globallookpress.com © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • 20.02.2024 16:55 Uhr

    16:55 Uhr

    Sinkende Nachfrage und hohe Energiekosten: Massive Stellenstreichungen in deutschen Konzernen – über 40.000 Arbeitsplätze fallen weg

    Seit Monaten hagelt es Hiobsbotschaften aus der deutschen Wirtschaft. Die Bundesbank hat gerade den Rückgang der Wirtschaftsleistung auch in diesem Quartal (und damit eine "technische Rezession") festgestellt. Auch der Focus zitiert Wirtschaftsforscher wie Marcel Fratzscher, den Chef des DIW, oder Michael Hüther, den Chef des IW, die vor einem sich verstetigenden Wirtschaftsrückgang in diesem Jahr gewarnt haben.

    Die Rezession, die der Mainstream irreführend auf den Krieg in der Ukraine sowie die unerklärlich hohen Energiekosten zurückführt und damit nicht auf die antirussische Sanktionspolitik und die gescheiterte Energiewende der Bundesregierung, führt jedenfalls zu massivem Stellenabbau.–Das betrifft nicht nur in kleine und mittelständische Betriebe, sondern nun auch verstärkt große Konzerne. Dort geht es dann in der Regel um Hunderte von Arbeitsplätzen, häufig sogar auch um Stellenstreichungen im vierstelligen Bereich. Insgesamt sollen über 40.000 Stellen abgebaut werden.

    Als Beispiele mögen folgende Zahlen aus den DAX-Konzernen dienen:

    • BASF: 2.600 Arbeitsplätze (nach Plänen von 2023)
    • Continental: über 1.000 Stellen (weltweit 7.150)
    • Deutsche Bank: 3.500 Stellen
    • Deutsche Telekom: 2.000 Stellen (angekündigt im Oktober 2023)
    • Merck: 750 Stellen
    • Porsche: 600 Stellen
    • Zalando: "mehrere hundert" Stellen

    Bei einigen DAX-Konzernen gelten bisherige Sozialpläne oder Jobgarantien noch für die kommenden Jahre. Dennoch wollen selbst diese Unternehmen massiv Stellen abbauen – häufig auf dem Umweg über Abfindungen und Frühverrentungen. Zu diesen Konzernen gehören beispielsweise die Bayer AG, SAP (weltweit etwa 8.000 Stellen betroffen) und Volkswagen.

    Mercedes-Benz plane, zehn Prozent seiner Führungskräfte zu entlassen. Genaue Zahlen wurden aber noch nicht genannt.

    Nicht besser sieht es bei denjenigen Konzernen aus, die nicht im DAX börsennotiert sind. So plant Bosch die Streichung von 3.700 Stellen, vorwiegend im Automobilbereich. Bei ZF Friedrichshafen seien nach Angaben des Gesamtbetriebsrates sogar 12.000 Stellen in Gefahr. Beide Autozulieferer bauen in Deutschland Stellen ab, die vorwiegend im Bereich Verbrennungsmotoren angesiedelt sind. Allerdings plane ZF stattdessen neue Werke in den USA und Indien, wo weiterhin Autos mit Verbrennungsmotoren produziert werden dürfen und sollen. Arbeitsplätze werden demnach kurzerhand aus Deutschland nach Übersee verlagert.

    Der Haushaltsgerätehersteller Miele plant den Abbau von 700 Arbeitsplätzen an seinem Stammsitz in Gütersloh, weltweit sollen insgesamt 2.700 Stellen entfallen. Das Unternehmen verlagert aus Kostengründen einen Großteil seiner Waschmaschinenproduktion nach Polen.

    Auch der Paketdienstleister DPD will 1.400 Stellen streichen.

    In der Baubranche könnten 10.000 Arbeitsplätze wegfallen, teilt der Industrieverband HDB mit.

    Ob Umschulungsprogramme, welche einige der genannten Konzerne aufgelegt haben, tatsächlich die Vermittlung der Betroffenen in neue Stellen sichern können, ist jedoch fraglich.

  • 19.02.2024 13:00 Uhr

    13:00 Uhr

    Brandenburg: Zukunftspläne mit Batteriefabriken gescheitert

    Brandenburg hatte für seine industrielle Zukunft ganz auf Elektromobilität gesetzt. Jetzt sind gleich drei große Projekte gescheitert. Der Grund? Die Fördermittel des Bundes sind durch die Haushaltslage in Frage gestellt.

    Dabei geht es um die geplante Batterieherstellung der chinesischen Firma SVOLT in Lauchhammer, eine weitere Batteriefabrik in Guben und eine dritte von Porsche geplante Batteriefabrik in Schwarzheide. Die Subventionierung all dieser Projekte sollte ursprünglich über einen jener Schattenhaushalte erfolgen, die das Bundesverfassungsgericht im vergangenen Herbst für verfassungswidrig erklärte.

    Insgesamt sind es mehrere tausend Arbeitsplätze, die sich Brandenburgs Ministerpräsident Woidke dadurch erhoffte. Nun bemüht er sich, bei Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck die Förderung auf anderen Wegen in Gang zu bringen. Unklar ist allerdings, inwieweit auch der mangelnde Erfolg der Elektrofahrzeuge bei den Käufern eine Rolle beim Scheitern dieser Projekte spielt.

  • 16.02.2024 12:57 Uhr

    12:57 Uhr

    Kosmetikhändler Body Shop meldet in Deutschland Insolvenz an

    Der deutsche Ableger des Kosmetikhändlers Body Shop hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen The Body Shop Germany GmbH reichte beim Amtsgericht Düsseldorf einen entsprechenden Antrag ein. Das geht aus Bekanntmachungen des Gerichts hervor.

    Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Düsseldorfer Rechtsanwalt Biner Bähr ernannt. Laut Bundesanzeiger hatte die Kette im Jahr 2021 in Deutschland 66 Filialen und mehr als 350 Mitarbeiter. Das Unternehmen verzeichnete einen Jahresumsatz von 23 Millionen Euro.

    Bereits am Dienstag hatte The Body Shop International Limited einen Insolvenzantrag für die Geschäfte in Großbritannien gestellt. Dort betreibt das Unternehmen mehr als 200 Geschäfte.

  • 08:52 Uhr

    Zahl der Regelinsolvenzen steigt drastisch

    Die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen in der Bundesrepublik Deutschland ist im Januar 2024 gegenüber dem Vorjahresmonat um mehr als ein Viertel angestiegen. Das geht aus den vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor, die die Behörde am Freitag veröffentlichte.

    Demnach stieg die Anzahl der Regelinsolvenzen um 26,2 Prozent. Im Dezember 2023 betrug der Zuwachs gegenüber dem Vorjahresmonat 12,3 Prozent. Seit Juni 2023 sind die Prozentzahlen der Zuwachsraten der Insolvenzen im jeweiligen Vergleich zum Vorjahresmonat durchgehend zweistellig. Die Behörde verweist darauf, dass sich die Insolvenzzahlen für diesen Zeitraum insgesamt noch leicht unter dem Niveau des Vor-Corona-Zeitraums Juni 2019 bis Januar 2020 befanden.

    Bei den Daten sei zu berücksichtigen, dass die Anträge erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einfließen. Der tatsächliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liege in vielen Fällen annähernd drei Monate früher. Die Insolvenzstatistik bilde nur solche Geschäftsaufgaben ab, die im Zuge eines Insolvenzverfahrens abgewickelt werden.

  • 13.02.2024 08:30 Uhr

    08:30 Uhr

    Geschäftsklima im Wohnungsbau sinkt auf Rekordtief 

    Das vom Münchener Ifo-Institut erhobene Geschäftsklima im deutschen Wohnungsbau ist auf den niedrigsten jemals gemessenen Wert gefallen.

    Wie das Wirtschaftsforschungsinstitut am Dienstag mitteilte, sank die Stimmung im Januar auf nur noch -59,0 Punkte. Im Vormonat hatte sie bei -56,9 gelegen. Auch die Erwartungen verschlechterten sich noch einmal deutlich. Dieser Wert fiel von -64,7 auf -68,9 Punkte.

    Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen, erklärte:

    "Der Ausblick auf die kommenden Monate ist düster. Der Wohnungsbau ist weiterhin einer Doppelbelastung ausgesetzt."

    Während einerseits Neuaufträge ausblieben, würden andererseits weiterhin Projekte storniert. Fehlende Aufträge belasteten die Geschäfte der Baufirmen. Im Januar beklagten 52,5 Prozent der Betriebe einen Auftragsmangel, nach 56,9 Prozent im Dezember.

    Auch bei den Stornierungen gab es einen Rückgang von 22,1 Prozent im Dezember auf 17,4 Prozent im Vormonat. Dennoch sieht der Experte kein Ende der krisenhaften Entwicklung:

    "Von einer Trendwende im Wohnungsbau kann noch nicht gesprochen werden. Die schwierigen Rahmenbedingungen haben sich kaum geändert. Hohe Zinsen und Baukosten machen es den Bauherren nicht leichter."

    Ein X-Nutzer kommentierte den Ifo-Post mit:

    "Ich denke, eine Demo gegen Rechts sollte das Problem erstmal lösen."

  • 10.02.2024 16:48 Uhr

    16:48 Uhr

    Bloomberg: "Deutschlands Tage als industrielle Supermacht sind gezählt"

    Das Wirtschaftsportal Bloomberg verkündet heute ohne Umschweife, die Tage Deutschlands "als industrielle Supermacht" seien "gezählt". Die seit Monaten andauernde Energiekrise bedeute für viele Unternehmen den "Todesstoß". Die Bundesregierung scheine "kein Rezept" zu haben, wie der Niedergang von Industrie und Gewerbe aufgehalten werden könnte.

    Zu den in Deutschland ohnehin schon überdurchschnittlich hohen Energiekosten komme der Ausfall günstiger und zuverlässiger Gaslieferungen aus Russland seit 2022 hinzu. Dabei geht es nicht nur um Gas als Energieträger, sondern auch als Rohstoff für die chemische Industrie.

    Die Berliner Zeitung resümiert:

    "Besonders stark davon betroffen ist die chemische Industrie. Aufgrund der noch in den Anfängen stehenden Umstellung auf sauberen Wasserstoff erwägt nahezu jedes zehnte Unternehmen eine dauerhafte Einstellung von Produktionsprozessen, wie aus einer aktuellen Umfrage des Branchenverbands VCI hervorgeht. Europas größter Chemieproduzent, die BASF, plant den Abbau von 2600 Stellen, während Lanxess die Belegschaft um sieben Prozent reduziert."

    Die "Grundpfeiler" des Industriestandorts Deutschland seien "wie Dominosteine" umgefallen. Die USA hätten sich von Europa abgewandt und würben nun offen das industrielle Potenzial des Alten Kontinents ab – unter dem Etikett "Klimaschutzinvestitionen". Auch China importiere immer weniger aus Deutschland.

    Seit 2017 sei die Produktion des verarbeitenden Gewerbes rückläufig. Die Wettbewerbsfähigkeit sei im Sinken begriffen; Insolvenzen nehmen zu, und im vergangenen Jahr waren Schließungen im Industriebereich zu verzeichnen.

    Auch wenn einzelne Mitglieder der Bundesregierung wie Finanzminister Christian Lindner (FDP) eingestehen, dass Deutschland "nicht mehr wettbewerbsfähig" sei, habe Bloomberg Ungewissheit hinsichtlich des Regierungshandelns und eine "politische Lähmung" festgestellt.

    Die Infrastruktur sei marode, und das Bildungssystem weise erhebliche Mängel auf, die wegen des Fachkräftemangels zu wirtschaftlichen Verlusten in Billionenhöhen führen könnten.

    Die Energiekrise spiele beim wirtschaftlichen Niedergang die entscheidende Rolle. Allerdings gebe es in Deutschland immer noch mittelständische Unternehmen, die die Substanz des Wirtschaftsstandortes ausmachen. So vertrete die Bundesbank die Auffassung, dass von einer umfassenden Deindustrialisierung keine Rede sein könne.

    Abschließend zitiert die Berliner Zeitung die Bemerkung von Volker Treier, den "Außenwirtschaftschef" des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Treier hatte erklärt:

    "Man muss kein Pessimist sein, um zu sagen, dass das, was wir bisher tun, nicht ausreichen wird, um die Wirtschaftsstruktur Deutschlands und unseren Wohlstand über die nächsten zehn Jahre zu erhalten." Und weiter: "Die Geschwindigkeit des Strukturwandels ist schwindelerregend."

  • 9.02.2024 16:33 Uhr

    16:33 Uhr

    Kakaopreis verdoppelt sich binnen eines Jahres – Schokolade wird teurer

    Die bei Deutschen, Eidgenossen und auch Österreichern beliebte Schokolade könnte demnächst erheblich teurer werden. Der Preis für Kakao, dem wichtigsten Grundstoff dieses Produkts, erreichte am Donnerstag an der New Yorker Rohstoffbörse mit 5.874 US-Dollar pro Tonne einen neuen Allzeit-Rekordstand. Um die Auswirkung auf den Schokoladenpreis anzudeuten: Vor einem Jahr lag der Kakaopreis noch bei etwa 2.500 US-Dollar pro Tonne, er hat sich somit innerhalb nur eines Jahres mehr als verdoppelt und ein Ende ist laut Analysten bisher nicht abzusehen. 

    Quelle: finanzen.net

    US-Süßwarenhersteller Hershey, einer der größten Schokoladenproduzenten weltweit, hat am Donnerstag bereits Preiserhöhungen für das süße Produkt ins Gespräch gebracht. BBC zitiert den Hershey-Vorstandsvorsitzenden Michele Buck mit diesen Worten:

    "Angesichts der aktuellen Kakaopreise werden wir jedes Instrument in unserem Werkzeugkasten nutzen, einschließlich der Preisgestaltung, um das Geschäft zu steuern."

  • 8.02.2024 13:59 Uhr

    13:59 Uhr

    IfW: Mehrfamilienhäusern verlieren bis zu einem Viertel ihres Wertes

    Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) veröffentlichte seinen Immobilienindex Greix für 2023 und stellte fest, dass im Verlauf des letzten Jahres die Preise sämtlicher Immobilien weiter gefallen sind. Besonders deutlich ist dies bei Mehrfamilienhäusern: ihr Preis ist 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 20,1 Prozent gesunken, der von Einfamilienhäusern um 11,3 Prozent und der von Eigentumswohnungen um 8,9 Prozent. Dabei sind dies keine inflationsbereinigten Zahlen; real liegen die Verluste noch einmal um fünf Prozent höher. Das wäre dann bei Mehrfamilienhäusern ein Viertel des Werts.

    Seit der Finanzmarktkrise des Jahres 2008 hatten sich die Immobilienpreise in Deutschland vervielfacht; gerade bei den Mehrfamilienhäusern waren sie aufs Vierfache gestiegen. Das zusammen mit der Tatsache, dass der Rückgang ungewöhnlich schnell erfolgt, deutet auf das Platzen einer Blase.

    Gleichzeitig bemerkt auch das IfW, dass die Zahl der Transaktionen deutlich zurückgeht. So wurden 2023 ganze 49 Prozent weniger Eigentumswohnungen verkauft als 2021. Die deutlich gestiegenen Zinsen trugen ihr Teil dazu bei.

    Diese Entwicklung beinhaltet aber noch nicht die Folgen des Heizgesetzes; es ist die Fortsetzung eines Rückgangs, der bereits 2022 begonnen hat. Auch wenn der Bericht konstatiert, dass sich die Preise mancherorts im letzten Quartal 2023 stabilisierten, bedeutet dies, dass der nächste Schock bereits bevorsteht.

  • 7.02.2024 16:58 Uhr

    16:58 Uhr

    Industrieproduktion bricht im Dezember weiter ein

    Es sind alarmierende Zahlen, die das Statistische Bundesamt heute veröffentlicht hat. Im Dezember 2023 ist gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat 2022 die Industrieproduktion in Deutschland nach vorläufigen Daten um 3,7 Prozent gesunken. Gegenüber dem Vormonat November betrug dieser Rückgang 1,6 Prozent und fiel damit deutlich stärker aus als erwartet. 

    Besonders stark war der Rückgang in der energieintensiven chemischen Industrie, einem zentralen Segment der deutschen Wirtschaft. Dort betrug der Rückgang allein gegenüber dem Vormonat bereinigt sogar 7,6 Prozent. Auch das Baugewerbe verzeichnete mit 3,4 Prozent einen starken Rückgang. 

    In der chemischen Industrie brach die Produktion im Jahr 2023 insgesamt um 10,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein, allerdings war für das Jahr 2022 ebenfalls schon ein starker Rückgang ausgewiesen worden. Das Statistische Bundesamt teilt mit, jetzt liege die Produktion in der chemischen Industrie auf dem niedrigsten Wert seit dem Jahr 1995. Als Grund für den massiven Einbruch nennt das Statistische Bundesamt die deutlich gestiegenen Energiepreise. 

    Einen positiven Einfluss auf die Statistik hatte die Automobilindustrie, die einen hohen Auftragsbestand abarbeiten konnte. Allerdings sind auch hier die Aussichten in die Zukunft bestenfalls verhalten, denn Neuaufräge fielen 2023 deutlich niedriger aus. 

    Der Rückgang ist insgesamt deutlich stärker als von Ökonomen prognostiziert. Die von der Nachrichtenagentur Reuters befragten Wirtschaftsexperten hatten nur mit einem Rückgang um 0,4 Prozent gegenüber dem Monat November 2023 gerechnet. 

    Auch die Aussichten bleiben düster. Aufgrund hoher Energiepreise, stagnierender Nachfrage, teurer Energie und geopolitischer Risiken ist für 2024 nicht mit einer Trendwende zu rechnen. Die Unternehmen werden ihre Produktion absehbar weiter herunterfahren, zumal auch von der Bundesregierung keine Einsicht in die Schädlichkeit der Sanktionsregimes zu erwarten ist. Der Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Robert Habeck hat auch jüngst wieder die Gefahr einer Deindustrialisierung geleugnet, obwohl die nun vorgelegten Zahlen des Statistischen Bundesamtes genau in diese Richtung deuten.

  • 6.02.2024 16:24 Uhr

    16:24 Uhr

    Waschmaschinenhersteller Miele baut 2.000 Jobs ab

    Der Hausgeräte-Hersteller Miele plant nach einem Bericht des Manager Magazins einen drastischen Stellenabbau. Demnach will das Familienunternehmen aus Gütersloh weltweit rund 2.000 Arbeitsplätze streichen. Laut einem weiteren Bericht der Wirtschaftswoche sollen etwa 700 weitere Arbeitsplätze von Deutschland nach Polen verlegt werden. Ein Firmensprecher kündigte für Dienstag eine Erklärung an. Zunächst wolle das Management die Belegschaft persönlich informieren. Miele wird von zwei Inhaberstämmen geführt.

    An der Spitze des Unternehmens stehen Markus Miele (55) und Reinhard Zinkann (66). In einer Mitteilung an die Beschäftigten schrieb Firmenchef Markus Miele, es sei ein Jahr mit "schweren Entscheidungen und zahlreichen, teils tiefgreifenden Veränderungen". Ein Stellenabbau werde sich daher "nicht vermeiden lassen".

    Bereits Ende des Jahres hatte Miele wegen eines Nachfragerückgangs einen Personalabbau für sein Waschmaschinen-Werk in Gütersloh angekündigt. Hier waren zuletzt 1300 Menschen beschäftigt. Dabei hat Miele drei starke Geschäftsjahre hinter sich: 2022 stieg der Umsatz um 12,2 Prozent auf 5,43 Milliarden Euro und war damit so hoch wie noch nie in der Firmengeschichte.

    In diesem Jahr feiert die Firma zudem Jubiläum: Gegründet wurde Miele vor 125 Jahren. Der Konzern hat weltweit rund 23.000 Beschäftigte, etwa die Hälfte davon in Deutschland. In Gütersloh arbeiten etwa 5.600 Menschen.

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